Katja Kemnitz

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Katja Kemnitz stellt gerade ihre Bilder in der Citypension Bonn aus. Bis Ende Juni können sie dort nach Absprache mit Michele Lichte besichtigt werden.

 

Wir haben Katja Kemnitz interviewt und möchten Euch ihre ungewöhnliche Fotokunst vorstellen.

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Wer bist du und was machst du?

Ich heiße Katja Kemnitz und wurde 1984 in einer kleinen Stadt im Erzgebirge geboren. Heute lebe ich mit meinen zwei Töchtern in Bonn. Ich arbeite hier als freie Fotografin und Redakteurin für ein Fotomagazin.

Was ist dein Hauptgebiet?

Ich fotografiere vorwiegend Menschen, oft in Verbindung mit der Natur. Neben einfachen Portraits arbeite ich stark konzeptionell. Meine Bilder sind melancholisch, romantisch, manchmal auch kitschig. Ich erzähle in ihnen gerne kleine Geschichten und Märchen.

Wie entstehen deine Arbeiten?

Ich bin ein recht spontaner Mensch. Oft gehe ich mit einer handvoll Kleider in den Wald und schaue, was ich entdecke und wie ich mich selbst oder andere darin darstellen kann. Das kann ein alter Baum sein, ein großes Waldstück voller Farn oder ein kleines Birkenwäldchen. Die Natur ist einfach unglaublich inspirierend.

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Dass ich oft auch Selbstportraits mache, ist dabei durchaus von Vorteil, denn so bin ich unabhängig von Modellen und kann los ziehen, wann ich Lust und Zeit habe.

Oft sind meine Ideen auch gar nicht so einfach umzusetzen. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass es Leute gibt die für mich in Tümpel steigen, auf Bäume zu klettern oder in Baumhöhlen voller Spinnen kriechen. Mir ist dabei aber auch immer wichtig, dass ich das, was ich von anderen verlange, auch selbst machen würde.

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Auch bei alltäglichen Dingen kommen mir Ideen für Bilder in den Kopf. Ich führe ein kleines Notizbuch, in die ich alle einzeichne. Wenn ich dann den richtigen Ort für eine dieser Ideen gefunden habe, setze ich sie auch gezielt um.

Welche Rolle spielt die Nachbearbeitung in deinen Arbeiten? Womit arbeitest du? Was ist deine Vorgehensweise?

Ich nutze Photoshop und bearbeite meine Bilder zum Teil stark nach. In meinen Bildern geht es nicht darum die Welt zu dokumentieren, von daher sehe ich in der Bearbeitung kein Problem.

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Unter deinen Arbeiten sind auch viele Selbstportraits, z.T auch völlig unbekleidet. Was erlebst du für Geschichten, wenn du z.T. alleine im Wald arbeitest.

Ich bin immer sehr vorsichtig, weil ich niemanden verärgern möchte. Sind viele Spaziergänger unterwegs, warte ich lieber mit dem Bild auf einen Regentag. Von daher habe ich mit Aktbildern zum Glück noch keine wirklichen Geschichten erlebt.

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Aber auch im Prinzessinnenkleid gibt es schon genug seltsame Blicke. Oft bleiben Spaziergänger stehen und sehen mir zu oder fragen was ich da tue. Es ist einfach nicht alltäglich und sieht sicher auch sehr seltsam aus, wenn jemand im Gebüsch liegt oder einen Stapel Tannenzapfen kreisförmig auf dem Boden verteilt.

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Am meisten Zuschauer hatte ich auf dem Drachenfels. Da dort einfach immer Betrieb ist, mir eine Stelle für ein Bild aber einfach zu gut gefallen hat, habe ich mich im Hochzeitskleid zwischen Felsen gelegt, obwohl etwa 50 Touristen dabei zu sahen. Wahrscheinlich gibt es von diesem Shooting mehr als nur mein Foto.

Was sind deine Lieblingsfotografen und warum? Gibt es auch Amateurfotografen, deren Arbeiten Du magst?

Ich unterscheide nicht zwischen Amateur oder Profi. Nur weil jemand viel Geld mit seinen Bildern verdient, ist er nicht unbedingt besser als ein Hobbyfotograf.

Es sind einzelne Bilder, die ich sehr mag und die mir im Gedächtnis bleiben. Ich habe bei mir zu Hause eine kleine Galerie im Flur mit meinen Lieblingsfotografen, soweit es mir möglich war ihre Werke zu erwerben.

Kontaktdaten

Katja Kemnitz
www.flickr.com/photos/katjakemnitz
www.facebook.com/pages/Katja-Kemnitz-Fotografie

Ausstellung

bis Juli/August 2015
Citypension Bonn
Goethestraße 33
53113 Bonn

Termine nach Vereinbarung unter 0178 / 348 26 79


 

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